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Zum Thema:

Bevölkerungsentwicklung im Grund

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

eine positive Einwohnerentwicklung und eine junge Bevölkerung sind zwei der Grundvoraussetzungen für unseren Wohlstand, eine gute Infrastruktur, gesunde Finanzen und eine erfolgreiche Zukunft in und für die Gemeinde.

Nachstehend gebe ich Ihnen eine interessante Statistik zur Kenntnis.

Während unter meinem Vorgänger, Otmar Wiegand, die Gemeinde von 1972 bis 1992 „sage und schreibe“ 1706 Einwohner in 20 Jahren hinzugewonnen hat, waren es in meiner Amtszeit (rund 30 Jahre) von 1992 bis 2022 nur 315 Einwohner und das, obwohl wir für die Innen- und Außenentwicklung rund 40 (!) Bauleitplanverfahren durchgeführt und viel getan haben.

 

Das hat besonders einen Grund. Bis 1997 gab es mehr Geburten als Sterbefälle. Seither geht die Schere auseinander und die geburtenstarken Jahrgänge kommen erst noch ins Sterbealter, die Zahl der Geburten steigt aber bei weitem nicht so deutlich an.

Im letzten Jahr lag die Differenz bei -34. Das sind zurzeit deshalb „nur“ -34, weil wir in den letzten Jahren eine aktive Wohnbaupolitik für junge Familien im Grund betrieben haben. Unterbleibt das, haben wir in 10 Jahren schnell 500 – 600 weniger Einwohner!

Und das wäre dramatisch. Es fällt schwer, die Bevölkerungszahl und den Altersdurchschnitt zu halten. Weniger Einwohner bedeutet aber Infrastruktur- und Angebotsverlust oder höhere Abgaben für uns alle.

Im schlimmsten Fall beides!

Deshalb ist es aus meiner Sicht unerlässlich, weiter auf ein behutsames Wachstum zu setzen. In Rauischholzhausen soll ein Neubaugebiet in 2 Abschnitten bis 2030 entstehen. Nachstehende Statistik zeigt, wie unsere Dörfer in 50 Jahren Großgemeinde gewachsen sind. Ein Wachstum, wie in anderen Dörfern im Grund, ist deshalb für Rauischholzhausen sicher nichts Nachteiliges.

Denn nur wenn es uns gelingt, unsere eigene junge Generation im Grund zu halten und den Negativsaldo von Geburten- und Sterbefällen durch Zuzug auszugleichen, trägt die wichtigste Einwohnerquelle der Gemeinde die „Lohn- und Einkommenssteueranteile“ dazu bei, dass es der Gemeinde und damit uns allen weiterhin wirtschaftlich gut geht.

Es war mir wichtig, vor meinem Ausscheiden einen wesentlichen Aspekt der guten Finanzlage der Gemeinde zu erklären und dafür zu werben, dass es einen Gleichklang in der Entwicklung aller Dörfer im Grund weiterhin geben sollte. Und: Dass wir weiterhin alles dafür tun, unserer Jugend Wohnraum in der eigenen Gemeinde zu organisieren.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schulz